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Glatteisgefahr: Kein Präsenzunterricht am Montag
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Glatteisgefahr: Kein Präsenzunterricht am Montag

Die Schulen im RSG-Land gehen am Montag in den Distanzunterricht. Auch Kita-Eltern sollten ihre Kinder nach Möglichkeit zuhause betreuen.

Veröffentlicht: Sonntag, 11.01.2026 14:35

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Wegen der Gefahr von starkem Glatteis in den frühen Morgenstunden gehen die Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen am Montag in den Distanzunterricht. Darüber hat das Schulministerium die Schulen am Sonntagnachmittag per E-Mail informiert. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit. Eltern sollten sich über die jeweilige Schule informieren, wie der Distanzunterricht organisiert wird. Da es für Kitas anders als bei den Schulen keine Besuchspflicht gibt, gilt die Regelung des Schulministeriums hier nicht. Die städtischen Kitas in Remscheid und Solingen bleiben auf jeden Fall geöffnet und richten eine Betreuung ein. Den Familien wird allerdings empfohlen, "auch Kita-Kinder möglichst zu Hause zu betreuen", so die Solinger Stadtsprecherin Franziska Roger Bravo. "Die Eltern sollten selbst abschätzen, ob der Weg zur Kita möglich ist. Die Gesundheit der Kinder geht natürlich vor", ergänzt Nirogi Sujeenthiran, Pressesprecherin der Stadt Remscheid.

Unwettergefahr durch Glätte

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte schon am Sonntagvormittag gewarnt, es gebe für Montagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern «hohes Gefahrenpotenzial» durch gefrierenden Regen. Am Sonntag gegen 18 Uhr folgte dann offizielle Unwetterwarnung wegen Glätte. «Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden» sagte NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Die Zusatzbusse für den Schulverkehr entfallen am Montag, teilen die Solinger Stadtwerke am Abend mit. Inwieweit der sonstige Bus- und Bahnverkehr am Montag beeinträchtigt sein wird, ist noch nicht absehbar.

Regen fällt auf frostigen Boden

Sorgen macht den Meteorologen eine Warmfront, die nach einer Phase mit strengem Frost viel Regen bringen könnte. Die Regenschauer sollen ab Mitternacht von Westen aus nach Nordrhein-Westfalen hineinziehen. Im RSG-Land könnten sie zwischen 4 und 6 Uhr ankommen. Auf den gefrorenen Böden könne es dann schnell spiegelglatt werden. «Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen», mahnte der DWD.

Die größte Gefahr gebe es zwischen Mitternacht und 10.00 Uhr - in Ostwestfalen bis 13.00 Uhr. Eine genauere Prognose sei erst am Sonntagnachmittag möglich, schrieben die Meteorologen.

Einige leere Klassenzimmer schon am Freitag

Schon am Freitag war es durch Sturmtief «Elli» in vielen Klassenzimmern in Nordrhein-Westfalen ungewöhnlich leer. Einige Schulen hatten es den Eltern ausdrücklich freigestellt, ob sie ihre Kinder angesichts der starken Schneefälle zur Schule schicken oder daheim lassen.

Ohnehin gelte immer die Regelung, dass Eltern bei extremen und plötzlich auftretenden Witterungsverhältnissen entscheiden könnten, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei oder nicht, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Schulministeriums. Wichtig sei nur, die Kinder in einem solchen Fall bei der Schule abzumelden.

Entspannung in Sicht

Schon im Laufe des Montagvormittags soll sich die Lage aber wieder entspannen. In den nächsten Tagen wird es merklich milder, Mitte der Woche liegen die Tagestemperaturen zwischen 6 und 8 Grad.

(tk / mit Material der dpa)

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