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Solingen, 25 Jahre danach

RSG spezial: 25 Jahre nach dem Brandanschlag

In diesen Tagen jährt sich zum 25. Mal der Brandanschlag von Solingen. Fünf junge Mädchen und Frauen starben, als Rechtsradikale ihr Haus an der Unteren Wernerstraße in der Nacht zum Pfingstsamstag 1993 in Brand setzen.

In einer viel beachteten Radio-Doku, die bereits 2013 zum 20. Jahrestag produziert wurde, hat das RSG-Team die Ereignisse und Folgen aufgearbeitet. Unsere Reporter sprachen mit den Überlebenden des Anschlags, mit einem Anwalt eines der seinerzeit verurteilten Täter und mit Journalisten, die damals über die Ereignisse berichtet haben. Es ging in der Schwerpunktsendung um die Frage, warum Solingen scheinbar immer noch so ein gespaltenes Verhältnis zu dem hat, was damals passiert ist. Aber wir haben auch mit Jugendlichen darüber gesprochen, die 1993 noch nicht geboren waren und sich heute auf ihre Weise mit dem Thema auseinander setzen.

Die Beiträge könnt Ihr hier noch einmal hören:

Brandanschlag von Solingen - eine Augenzeugen-Chronik

Das ausgebrannte Haus an der Unteren Wernerstraße, die Särge der fünf toten Mädchen und Frauen, die schweren Krawalle, die großen Demos, die Ermittlungen und später der Prozess - eine Vielzahl von Bildern und Momenten prägt die Erinnerungen an den Brandanschlag von Solingen und seine Folgen.
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Zwischen Trauer, Wut und Entsetzen

Welche Erinnerungen haben die Solinger an das Pfingstwochenende 1993? Welcher Bilder sind hängengeblieben?
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Die Überlebenden

Bereits kurz nach dem Brandanschlag, bei dem sie zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verloren hatte, rief Mevlüde Genc zu Versöhnung und einem friedlichen Miteinander auf. Sie empfinde keinen Hass gegen die Täter. Trauer und Schmerz seien aber auch heute noch genauso groß wie damals.
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Die Verurteilen - und die Zweifel

Im Oktober 1995 wurden vier Angeklagten im Brandanschlags-Prozess zu Haftstrafen zwischen 10 und 15 Jahren verurteilt worden. Inzwischen sind sie alle wieder auf freiem Fuß. Aber auch heute gibt es immer noch Zweifler, ob denn auch die richtigen Täter verurteilt worden sind. Jochen Ohliger gehört dazu. Er war der Anwalt des damals 20-jährigen Christian B.
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Die Rolle der Medien

Solingen in der Hand von Krawallmachern? Die ganze Stadt ein "braunes Nest"? Die Medien hatten entscheidenen Einfluss auf das Bild Solingens in aller Welt. Unter welch teils zweifelhaften Umständen dieser Bilder entstanden, hat der ehemalige RSG-Chefredakteur Jörg Bertram damals als Reporter hautnah erlebt.
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Ein Besuch an der Unteren Wernerstraße

Die fünf Kastanien an der unteren Werner Straße 81 sind stattliche Bäume geworden. Sie wurden nach dem Solinger Brandanschlag vom 29. Mai 1993 gepflanzt - für jede Tote einen. Ansonsten erinnert eine kleine Gedenktafel an die Brandnacht. Das Haus der Familie Genc wurde acht Wochen danach abgerissen.
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Das schwierige Erinnern

"Das Abschließen fällt schwer, wenn man keinen klaren Abschluss finden kann, weil noch so viele Fragen ungeklärt sind." Der Journalist Wolfgang Schreiber mit dem Versuch einer Erklärung, warum es für viele Solinger so scheinbar schwer ist, mit dem Brandanschlag abzuschließen.
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Junge Migranten im Dialog über das Miteinander

Alessandro Cimino und Sadik Can Fidan sind 17 Jahre alt und sind beide Mitglieder des Solinger Jugendstadtrats. Als der Brandanschlag geschah, waren beide noch nicht geboren. Das Thema Integration ist für sie aber allgegenwärtig. Alessandros Familie kommt aus Italien, er selbst sieht sich aber als hundertprozentig deutsch. Sadiks Familie stammt aus der Türkei und er fühlt sich eher türkisch.
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